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Gartenteiche und Wasserbecken wildtierfreundlich gestalten

Wasser ist zunächst immer etwas, das für alle Tiere lebensnotwendig ist. Gartenteiche und Becken werden somit zu attraktiven Elementen, die aber leider ebenso schnell zur tödlichen Falle werden können. Hier haben wir eine Tips zusammengetragen, wie man Teiche und Becken so gestalten kann, dass sie für Wildtiere keine Gefahr darstellen.

 

Ufergestaltung
Je nach Größe des Teichs kann man (oder muss man für eine natürliche Filterung) ein Flachuferbereich einrichten. Geringe Wassertiefe mit entsprechendem Bewuchs der gegebenenfalls sogar bis an oder über den flachen Rand reicht vereinfacht es einem Kleinsäuger oder Vogel, der versehentlich hinein geraten ist, den Teich wieder zu verlassen.

 

Ausstiegshilfen
Bei kleinen Teichen, Becken mit glatten Rändern oder Wasserquellen bei denen eine geringe Wasserhöhe für einen sehr hohen Rand sorgen, sind Ausstiegshilfen wahre Lebensretter für Igel, Eichhörnchen, Kröten, Frösche, Vögel und anderes Getier. Solche Hilfen gibt es in vielerlei Form, hier ein paar Vorschläge:

 - Naturholz
Ein dicker Ast mit griffiger Rinde, der aus dem Wasser bis ans sichere Ufer reicht, erleichtert das Herausklettern. Wichtig dabei sind vor allem drei Faktoren: der Ast darf nicht zu dünn sein, damit auch ein Igel eine Chance hat, sich daran heraus zu ziehen; der
Ast darf nicht zu glatt sein, sonst finden die Tiere keinen Halt und rutschen ab; der Ast muss sicher am Ufer liegen, also darf nicht, wenn ein Tier versucht daran herauszuklettern, ins Wasser rutschen oder sich so sehr bewegen, dass das Tier
abgleitet.
 - Leiter/Stiegbrett
Eine Art Hühnerleiter, also ein schräges Brett mit Querstreben, ermöglicht ebenfalls ein Entkommen. Wichtig ist, dass das Brett nicht zu glatt ist, bzw. Querstreben oder Riffelungen dafür sorgen, dass auch schwerere Tiere wie Igel oder ungeschickte Jungvögel genug halt finden, um sich daran hinauszuhelfen. Die Streben dürfen deshalb auch nicht zu weit auseinander liegen. Manchmal bekommt man solche Ausstiegshilfen sogar in unterschiedlichen Größen in Geschäften für Garten- oder Zoobedarf.
 - Dickes Tau
Auch ein sehr dickes Tau kann als Ausstiegshilfe taugen, vorausgesetzt es ist dick und griffig genug, und der Ausstieg nicht zu steil. Ebenso wie bei den anderen Ausstiegshilfen gilt auch hier: das Tau muss so befestigt sein, dass es nicht aus Versehen ins Wasser abgleitet und stark verrutschen, wenn sich ein Tier versucht daran heraus zu ziehen.

 

Manchmal lohnt es sich auch, flache Wasserschalen aufstellen, sodass sich Kleintiere vielleicht
gar nicht von der 'gefährlicheren' Wasserquelle angezogen fühlen, weil so dort leichter an Trinkwasser gelangen. Solche Wasserschalen bedürfen allerdings etwas Pflege: sie müssen sauber gehalten, bzw. gereinigt werden und sollten regelmäßig mit frischem Wasser gefüllt werden. Besonders in den heißen Karlsruher Sommermonaten sind solche Trinkschalen eine Überlebenshilfe für viele Wildtiere.

 

 

 

 Die TASPO sowie die Berliner Woche (sowie viele weitere Medien) berichteten in der Vergangenheit bereits über die Notwendigkeit von Ausstiegshilfen.